• info@cirecon.de | +49-941-89849-770

Recyclinghof in Flammen: Batterien und Akkus als latente Bedrohung

Hof, 09.08.2021: Recyclinghof teils abgebrannt. Zwei leicht Verletzte Personen. Starke Rauchentwicklung. Anwohner:innen werden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Was ein paar Tage davor passierte: Tonis altes Notebook hat ausgedient. Er hat sich im Freundeskreis informiert, wie und wo er das kaputte Gerät loswerden kann. Klare Antwort: Auch wenn das Notebook kaputt ist, es enthält noch viele wertvolle Rohstoffe. Er soll es zum Wertstoffhof bringen und so fachgerecht recyceln lassen. Zum Recyclinghof? Der hat nur am Mittwoch und Donnerstag von 8-14 Uhr geöffnet und außerdem muss man aktuell mit langen Wartezeiten rechnen. Dafür hat Toni keine Zeit. Er entsorgt sein Notebook im Restmüll. Was er nicht bedacht hatte, neben seltenen und wertvollen Ressourcen, enthält das Laptop gefährliche Stoffe. Diese Schadstoffe zu erkennen, geschweige denn aus dem Restmüll herauszufiltern, stellt Recyclinghöfe vor eine große Herausforderung. Was folgt: Nahezu jede Woche, so DEKRA-Experten, kommt es zu Bränden.

Übrigens: Einen Artikel darüber, wie Batterien und Akkus zur Brandursache werden können, finden Sie hier.

Problem: Die Separierung

Absender, Verpacker, Verlader, Beförderer und Entlader sind theoretisch in der Pflicht, da es sich bei Lithium-Batterien um gefährliche Güter handelt, die Vorschriften des Gefahrgutrechts zu erfüllen. Auch das ElektroG, das im Jahr 2022 novelliert wird, soll ebenfalls ausgehenden Gefahren durch verbauten Akkus entgegenwirken. So sollen batteriebetriebene Elektroaltgeräte an den Sammelstellen in gesonderten Behältern getrennt erfasst werden. Welche neuen Vorschriften das neue ElektroG3 außerdem mit sich bringt, finden Sie hier.

Für einen sicheren Transport und gefahrlose Demontage beziehungsweise Entsorgung von alten Batterien und Akkus ist es also notwendig, dass batteriebetriebene Geräte direkt separiert von anderen Geräten, beispielsweise kabelgebundenen Altgeräten, gesammelt und erfasst werden. Das Problem: Die Separierung gelingt nur selten und so kommt es zu den beschriebenen, schwer zu löschenden Bränden.

Die Recyclinghöfe sind oft die Leidtragenden

Immer mehr Lithium-Batterien landen unkontrolliert im Restmüll sowie im Elektro- und Metallschrott, erkennen DEKRA Experten. DEKRA stellt außerdem fest, dass durch Selbstzündung Metallbrände mit Temperaturen von 1.000 °C bis 2.000 °C entstehen. Außerdem kommt es immer wieder auf dem Transportweg zu Brandfällen. In Recyclingbetrieben verbrennen in der Folge Müllberge unkontrolliert und können Giftstoffe verbreiten. Und wer trägt die Schäden? Die häufig sehr hohen Schäden müssen die Recyclinghöfe selbst tragen.

Die Lösung: Automatisierte Erkennung von Schadstoffen

Die Erkennung von Schadstoffe stellen also sowohl den Verbraucher, den Recyclinghof und viele weitere Beteiligte des Prozesses vor eine große Herausforderung. Mittels eines Forschungsprojekts soll nun herausgefunden werden, inwiefern die digitale Transformation und automatische Prozesse allen bei der Separierung helfen können.

Dazu haben wir eine Umfrage aufgesetzt, mit der wir zunächst herausfinden wollen, wie präsent das Problem bei Recyclern ist und ob diese Lösung für sie infrage kommt.

Sie sind Recycler und kennen das oben beschriebene Problem? Dann machen Sie gerne mit und wir helfen Ihnen dabei, ihren Arbeitsalltag sicherer zu machen und zu erleichtern! Über eine Teilnahme würden wir uns sehr freuen! Klicken Sie einfach hier, um zur Umfrage zu kommen. Die Bearbeitungszeit liegt bei 5 Minuten.

Genauere Informationen zum Projekt folgen bald..

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

You may use these <abbr title="HyperText Markup Language">html</abbr> tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*